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Hilde Seyboth
Geschichte der Kulturwerkstatt HAUS 10

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Die Gründungsmitglieder
von HAUS 10 mit dem Plakat der Eröffnungsausstellung:
Hilde Seyboth, Adnreas Sobeck, Alto Fertl und Erik
Jäger.
Foto: Johannes Simon |
1979 kaufte die Stadt Fürstenfeldbruck das
Klosterareal mit den Wirtschaftsgebäuden vom Wittelsbacher Ausgleichsfond.
Die auf diesem Gelände geplante Stadthalle wurde aus Kostengründen
nicht gebaut. So fand die Idee von Eric Jäger, die vorhandenen Gebäude
für die Kulturschaffenden und Kulturinteressierten zu nutzen, sehr
schnell Anhänger und Mitstreiter. Aus der Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck
waren dies vor allem der Vorsitzende Alto Fertl, der Bildhauer und
Maler Gerhard Gerstberger, die Bildhauerin Hilde Seyboth und der Bildhauer
Andreas Sobeck.

1986 gründete Eric Jäger mit Gleichgesinnten die Interessengemeinschaft
Kultur e.V. und wurde deren 1. Vorsitzender.
1987 organisierte diese Gemeinschaft die »Kulturtage Fürstenfeldbruck«.
1989 bot der damalige Bürgermeister Max Steer die Erdgeschossräume
von Haus 10 für Ausstellungen und Werkstätten an.

1991 wurde der Nutzungsvertrag für HAUS 10 durch die Bürgermeisterin
Eva Schumacher für die Stadt und den beiden Trägervereinen – Interessengemeinschaft
Kultur und Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck – unterzeichnet. Im
gleichen Jahr fand die Eröffnungsausstellung mit Künstlern des Landkreises
in den renovierten Räumen der »Kulturwerkstatt HAUS 10« statt. Zum
ersten Mal konnten in den großzügigen Räumen kontinuierlich Kunstentwicklungen
aufgezeigt und diskutiert werden, hervorragende Künstler eingeladen
und ausgestellt werden.

1992 wurde durch die Initiative von Andreas Sobeck der Fördeverein
HAUS 10 gegründet, dessen 1. Vorsitzender er wurde.

1993 war ein äußerst ereignisreiches Jahr: zum 100. Jubiläum,
der Stadtwerke initiierte Andreas Sobeck die Ausstellung »Amper/E«,
die das gesamte Klostergelände einbezog und die Energien freisetzte
für eine Erweiterung des Kulturwerkstattkonzeptes. Erstmalig bespielte
die Kunst die noch unrenovierten Räume von HAUS 11 und 12 – der Anstoß
für die Einrichtung einer Bildhauerwerkstatt. Die Druckwerkstatt,
gefördert durch das Bayerische Kultusministerium wurde eröffnet. Ebenfalls
in diesem Jahr veranstaltete der Organisationsausschuss HAUS 10, zusammen
mit dem Kulturverein »FreiRaum Eichenau«, über vier Tage ein äußerst
erfolgreiches »Klosterfest«. Daraus folgten die K(l)ost(er)proben
in HAUS 11, von der Interessengemeinschaft Kultur, vor allem von derem
Vorsitzenden Dr. Bruno Bader und Monika Pfefferkorn organisiert.

1994 stellte die Stadt neue Räume für die Bildhauerwerkstatt zur
Verfügung. Mit Unterstützung des Bayerischen Kultusministeriums wurde
die Werkstatt für Plastisches Gestalten eröffnet. Seit 1997 fanden
unter dem Begriff »Kulturcafe« eine Vielzahl von außergewöhnlichen
Lesungen, Konzerten, Filmvorführungen und Werkstattgesprächen statt.
Namen wie Herbert Achternbusch, Martin Sperr, Reinhard Hauff, Jörg
Hube, Biermösl Blosn, Stefan Hunstein, Sophie von Kessel, Wolf Euba,
Flatz und viele andere mehr sprechen für sich.

2001 wurde das Veranstaltungsforum Fürstenfeld mit der neuen
Stadthalle eröffnet. Seither konzentrieren sich die Aktivitäten der
Kulturwerkstatt HAUS 10 verstärkt auf den Ausstellungsbetrieb
wie auch auf Nischenkulturprogramme.

2009 wurde die »Alte Schmiede« renoviert von der Stadt als neue Bildhauerwerkstatt zur Verfügung gestellt. Ein Teil der alten Bildhauerwerkstatt in Haus 11 wird weiterhin als Mal-und Zeichenwerkstatt genutzt.

Die Kulturwerkstatt HAUS 10 hat sich zu einem Ort der Kreativität
und Begegnung entwickelt, der weit über Landkreis- und Landesgrenzen
hinaus bekannt wurde. Künstler aus aller Welt fanden und finden hier
in schönen Räumen und attraktiver Umgebung anregende Arbeits- und
Ausstellungsmöglichkeiten. |
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